
„Die Deutschen arbeiten an ihrer Nationalität, kommen aber damit zu spät. Wenn sie dieselbe fertig haben, wird das Nationalitätswesen in der Welt aufgehört haben, und sie werden auch ihre Nationalität gleich wieder aufgeben müssen, ohne, wie Franzosen oder Briten, Nutzen davon gezogen zu haben.“
Piet Hein
Das geeinigte Reich
Die Reichsgründung von 1871 war nicht die während der Revolution von 1848/49 angestrebte Reichseinigung „von unten“, sondern ein Bündnis der 22 deutschen Monarchen und der drei Freien Städte „von oben“. Somit bestand das Kaiserreich aus 25 Bundesstaaten: vier Königreichen (Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg), sechs Großherzogtümern (Baden, Hessen, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Sachsen-Weimar-Eisenach), fünf Herzogtümern (Anhalt, Braunschweig, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg-Gotha, Sachsen-Meiningen), sieben Fürstentümern (Waldeck, Lippe, Schaumburg-Lippe, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen, Reuß Ältere Linie, Reuß Jüngere Linie) und drei Freien Städten (Hamburg, Bremen, Lübeck), die zusammen den Bundesrat bildeten. Das 1871 von Frankreich annektierte Elsass-Lothringen wurde als „Reichsland“ seit 1879 von einem Statthalter regiert und war ab 1911 auch im Bundesrat vertreten, in dem die Vertreter der Einzelstaaten zusammen kamen. Das politische Eigenleben der Bundesstaaten wurde durch den föderativen Charakter der Verfassung vom 16. April 1871 gesichert, die sich eng an die des Norddeutschen Bundes anlehnte. Die meisten Bundesstaaten waren konstitutionelle Monarchien; die drei Hansestädte waren Stadtrepubliken, und die beiden mecklenburgischen Großherzogtümer hatten sich ihre landständische Verfassung aus dem 16. Jahrhundert bewahrt. Das allgemein gleiche Wahlrecht wurde in acht Staaten praktiziert, in elf Staaten galt das Dreiklassenwahlrecht.
Deutschland wird zur Nation
Bis auf Sachsen, Bayern und Württemberg wurden alle Truppen der Bundesstaaten der preußischen Armee ein- bzw. angegliedert. Den Oberbefehl über die Armeen der drei Königreiche hatte im Frieden der jeweilige König. Die Armeen sämtlicher Bundesstaaten übernahmen nach der Reichseinigung 1871 die aus Preußen stammende Pickelhaube. Für das Ausland, aber auch für viele Intellektuelle in Deutschland wurde sie zu einem Symbol für das neue, als militaristisch bewertete Deutsche Reich. Dessen Farben waren „Schwarz-Weiß-Rot„, die schon jene des Norddeutschen Bundes gewesen waren. Otto von Bismarck hatte 1870 die Kombination des Hanseatischen „Weiß-Rot“ mit dem Preußischen „Schwarz-Weiß“ auf das neu zu gründende Kaiserreich übertragen. Der jährlich wiederkehrende nationale Gedenktag des Deutschen Reiches am 2. September erinnerte ab 1873 als „Sedantag“ an den militärischen Sieg über Frankreich und die Gründung des Kaiserreiches. Die lokalen Festveranstaltungen waren mit Gottesdiensten, Umzügen, Festreden und allerlei Vergnüglichkeiten durch die örtlichen Behörden oder Kriegervereine weitgehend identisch. Höhepunkt der Feierlichkeiten in der Hauptstadt Berlin war die Truppenparade des Gardekorps, die vor Zehntausenden Zuschauern und vor den Augen der kaiserlichen Familie auf dem Tempelhofer Feld abgehalten wurde. Als Nationalhymne hielt das Kaiserreich bei offiziellen Anlässen an der preußischen Königshymne „Heil dir im Siegerkranz“ von Heinrich Harries (1762-1802) fest, die zur Melodie der britischen Hymne gesungen wurde.
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/das-reich.html
Astrologische Überprüfung der Zeitqualität des ersten Sedantages am 2. September 1873 anhand dem Radix der Paulskirchenverfassung vom 28. März 1849:
— Eine wesentliche Geburtsstunde der Deutschen Nation —

📌 Nur 2 Tage später, am 4. September 1873, steigt Jupiter über die Spitze des vierten Hauses (Heimat, Region, Identität) …
Dazu noch ein Auszug aus der Zeitung „Echo der Gegenwart“ vom 3. September 1873; für mein Ansinnen kann man hierbei besonders gut nachvollziehen, was es unter der Floskel „Typisch deutsch“ zu verstehen gilt. Es lohnt sich zu lesen ! 😉
„Berlin, 31. August. Mit dem Tage des Sedan will es nicht recht gehen. In der ‚Kölnischen Zeitung‘ ladet ein „Patriot“ ein, diesen Heldentag doch ja zu begehen. Das ‚Mainzer Journal‘ fragt, ob wir Ursache hätten, diesen Tag zu feiern und kommt zu der nachfolgenden, etwas gereizten Beantwortung dieser Frage: „Aber haben wir denn als Deutsche so gewaltige Ursache, uns zu freuen? Ist das Reich einig? Ja, es hat einen Kaiser und ein ungeheures Heer, ein Strafgesetz! Damit sind wir aber auch im Wesentlichen mit der Einheit zu Ende. Fast die Hälfte der Bürger ist als Reichsfeind der Reichsacht verfallen. Alle Parteien, die nicht zur liberalen Fahne schwören — und man kennt nicht einmal deren Farbe — werden geschmäht und verlästert. Und wenn sie auf gesetzliche Weise ihre Stimme erheben, finden sie sich geschmählert in ihren Rechten. Versammlungen wurden aufgelöst, ohne daß ein Grund vorlag, die Freiheit der Presse illustriren provisorische Beschlagnahmen, und eine Fülle von Strafprozessen, die größtenteils mit Freisprechung enden. Die Lasten sind fast in’s Unerträgliche vergrößert, und die Entschiedenheit und Kraft des Reiches hat sich bis jetzt kaum anders gezeigt, als in Ausnahmegesetzen. Das heiligste Recht des Menschen, die Gewissensfreiheit, existirt kaum noch auf dem Papier; deutsche Bischöfe sind zu Geld- oder Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie Gesetzen nicht gehorchten, denen zu folgen ihr Gewissen und ihr Eid als katholische Bischöfe verbot. Ordensleute, die Niemanden etwas in den Weg gelegt, die deutsche Bürger waren, sind aus ihren friedlichen Stätten vertrieben und waren gezwungen, in der Ferne ein Asyl zu suchen. Und noch hat es damit nicht aufgehört.“ Ja, es sieht vollständig so aus, als ob die Gründe, weshalb wir den Tag von Sedan seiner besonderen Feier für nöthig zu erachten haben, sich baldigst vermehren würden.“
http://digitale-sammlungen.ulb.uni-bonn.de/ulbbnz/periodical/pageview/2656015
Dies liest sich fast wie eine Beschreibung des
Ist-Zustandes im jetzigen BRiD-Freigehege ! 🙄
Folgend eine Zeitqualität zum Vergleich:
— Proklamation vom 03.10.2015 zur Einforderung von Friedensverträgen —
Astrologische Überprüfung der Zeitqualität der „Proklamation der völkerrechtlichen Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches“ vom 3. Oktober 2015 anhand dem Radix der Paulskirchenverfassung vom 28. März 1849:

📌 Nur 2 Tage später, am 5. Oktober 2015, steigt Jupiter über die Spitze des vierten Hauses (Heimat, Region, Identität) …
„Der Krebs ist das Sternzeichen des vierten Hauses. Er symbolisiert den Rückzug zu den Wurzeln, steht für Heimat, Elternhaus und Familienleben, das Zuhause, Grundstücke und immobilen Besitz. Das Sternzeichen zeigt ferner die Herkunft, die Verhältnisse in der Kindheit und in der Jugend, es spiegelt das Erbgut und das umgebende Milieu wider. Der Krebs gibt aber auch Auskunft über die Umstände zum Lebensende hin. Somit steht das vierte Haus für Privatsphäre, Familie und Zuhause.“
http://www.horoskop-paradies.ch/haeuser/das-4-vierte-haus.html
📌 Von der Masse der Menschen unbemerkt begann relativ genau zum 20. April 2016 mit dem Uranus-Radix Uranus-Transit der 3. Uranus-Zyklus nach dem Radix der Paulskirchenverfassung. Die letzten Prozesse einer radikalen und unerbittlichen Zeitenwende stehen Uns erst noch `ins Haus´ …

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